F5-Vernissage

Liebe Blogleser, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir die zweite Ausstellung ein wenig einfacher vorgestellt habe. Vorallem weil die letzte ja erst eine Woche aus ist und ich da schon ein wenig Erfahrung sammeln konnte. Naja aber meistens kommt es anders als man denkt….Prolog zur Wiener Ausstellung.

F5 Vernissage allgemein

Angefangen beim neuerlichen Bilderaussuchen für Wien. Da habe ich mich auf das Feedback aus der OÖ-Ausstellung verlassen und hab so geplanterweise die Bilder für die F5-Ausstellung erst am vergangenen Montag bei der Druckerei Etlettera bestellt.

“Darfs a bissal mehr sein…”

Sowas in der Art hab ich mir für meine Bildern in Wien gedacht und habe daher eine optisch brillant wirkende Acrylplatte in der 8mm-Ausfertigung ausgesucht. Normalerweise bekommt man eine 3mm Acrylglasplatte. Naja da muss ich sagen, war ich ja schon sehr nervös, wie das dann in der Realität aussieht.

Am vergangenen MI traten Dani (danke abermals) und ich den Weg zur Druckerei an um die Aufkarschierungen für Wien zu erledigen. So eine 90x60cm Acrylplatte in dieser Ausfertigung hat dann doch schon einiges an Gewicht. Aber die Bilder sahen wie erwartet brillant aus. Nach getaner Arbeit wollten die Bilder austrocknen…bis FR.Also gönnte ich ihnen diese Ruhe.

Am FR nach der Arbeit gings dann schnurstracks zur Druckerei um die Bilder zu holen. Aufhängen wäre auch am FR geplant gewesen…die Zeit hats leider nicht zugelassen…also musste der SA (auch Tag der Vernissage genannt) herhalten. Im Glauben, dass wir eh zu mittag fertig sein würden, machten uns Dani und ich bereits um 8 Uhr morgens auf Richtung Galerie und vorher noch zu einem Schraubenspezialgeschäft in Wien. Einen Schrauben in einer 6mm (weil auf der Rückseite diesmal eine schwarze 5mm Forexplatte war) für das Festmachen der Klebehaken muss man erst mal finden in Wien. Wir habens nicht.

Bilder hängen…gar nicht einfach

In der Galerie angekommen musste ich leider feststellen, dass ich von der Lenzinger Location etwas verwöhnt war, was die Qualität der Aufhängevorrichtung anging. Meine Kollegen hängten ihre Bilder (60x40cm mit 3mm Acryl) auf Kunststoffschnüren auf. Diese würden aber das Gewicht – laut Galeristin – meiner großen schweren Bilder nicht aushalten. Daher griffen wir zur Stahlseilvariante. OK “Stahlseilchen”-Variante.

Nach Rücksprache mit der Druckerei waren mir die Kunststoffaufhängungen nicht mehr wirklich gut genug und daher machte ich mich noch auf den Weg, um 10mm Schrauben zu besorgen…sicher ist sicher. Man muss sie ja nicht ganz reindrehen denkt sich der Künstler….

Tja schlussendlich hingen die Bilder…um 16:00 Uhr. Auch mit dem restlichen optischen Auftritt meiner Bilder war ich sehr zufrieden. Das SABABU-Video lief auf einem großen digitalen Bilderrahmen, wie auch in Lenzing waren wieder meine Sammelkarten, Poster, mein Buch zur Ausstellung und vieles mehr mit von der Partie.

Dann gings schnell nach Hause…etwas essen und umziehen. Während dem Essen läutete mein Telefon. Die Mitteilung von meiner Kollegin Ida ließ mir fast mein Essen im Hals stecken bleiben: ein Bild ist runtergefallen. “Wie konnte das passieren?”, “Ist alles kaputt?”….”welches Bild fliegt als nächstes”….das waren alles Gedanken die mir durch den Kopf schossen. Angeblich war das Stahlseil abgerissen und dem Bild gings gut. Als bin ich kurzerhand zu OBI gefahren….um zehn Minuten vor Landenschluss noch ein vernünftiges Drahtseil zu kaufen.

Als wir in der Galerie ankamen war es schon 18:30 (um 19:00 gings los). Wir legten gleich los und installierten unsere neuen Seile. Die ersten Gäste mussten schon über unser Werkzeug steigen. Aber kurz nach 19 Uhr hingen sie wieder….die Bilder. Und das Kamikaze-Bild hatte tatsächlich so gut wie keine Schäden davongetragen. Acryl ist zäh ;-).

Die Vernissage.

D ann gings los mit der Begrüßung der Gäste…und die wurden immer mehr. Um 19:15 war die Galerie schon fast voll. Ich schätze um die 100 Gäste. Als ich kurz unten war um frische Luft zu schnappen hörte ich oben wieder ein lautes Rumpeln….OH NEIN!! …dachte ich mir und wusste insgeheim schon was los war. Also bin ich wieder rauf und musste feststellen, dass es ein zweites Opfer in meinen Reihen gab. Das bewog mich dazu, alle Acrylbilder runter zu nehmen und auf afrikanischen Holzbänken aufzustellen. Dem zweiten “Flieger” ist glücklicherweise noch weniger passiert als dem ersten…eigentlich gar nichts. Also jetzt standen sie und hingen nicht mehr….meine Bilder.

Tja wer die Geschichte bis hierher verfolgt hat, wird sich denken…was für ein Reinfall diese 2. Ausstellung. Ehrlich gesagt, dachte ich mir das auch in diesen schweren, verschwitzten Minuten. Aber schon ein paar Minuten und einige nette Gäste später, wendete sich das Blatt. Das die Bilder angelehnt waren, hielt keinen der in Summe (geschätzt) 150 Gäste ab, sie sich genauer anzuschaun und mir lobende Worte mitzuteilen. Es entwickelte sich sogar zu einem ganz tollen Abend mit vielen interessanten Gesprächen.

Kurz vor acht begrüßten wir (F5) unsere Gäste und erzählten ein paar Worte zu unserer Person sowie zu unserem Projekt. Dabei nutzte ich auch die Möglichkeit um auf SABABU – dem Schulhilfsprojekt von Mamaodu Diabate aufmerksam zu machen.

Auch gestern gab es wieder einige “Überraschungsgäste” für mich…sowas freut mich immer ganz besonders. Über die Bilder plaudernd, sehr guten Wein trinkend und mit viel Spaß bei der Sache genoss ich dann noch den restlichen Abend. Die Ausstellung verließen wir dann gut gelaungt um ca. ein Uhr früh….. um den angefangenen Abend gemeinsam mit ein paar Freunden noch gemütlich in einem Lokal ausklingen zu lassen.

Tja also frohen Mutes und voller Tatendrang kann ich euch jetzt also ankündigen:

Die Ausstellung ist jetzt für ein Monat lang geöffnet.
Wer die Bilder noch nicht kennt oder gestern anwesend war und noch einmal in Ruhe ansehen möchte ;-)….den lade ich gerne jeweils von DI bis FR von 15-19 Uhr sowie SA von 11 bis 18 Uhr in die Galerie ein. Es ist immer jemand vorort falls es Fragen zu den Bildern gibt. Falls ihr mich persönlich antreffen möchtet, bitte vorher eine kurze Mail an office@photokino.at schreiben, damit ich es mir zeitlich einteilen kann ;-).

Nach diesen intensiven Wochen freue ich mich auf ein bisschen durchatmen in den nächsten Tagen und natürlich auf ein weiteres spannendes Monat!! Soviel wie in den letzten Wochen, habe ich schon lange nicht mehr gelernt. Das macht Lust auf mehr.

Schaut vorbei in der Galerie…. es lohnt sich….haben auch die anderen gesagt ;-)!!

Mehr Bilder zur Veranstaltung gibts auf www.christianmari.com.F5 Vernissage allgemein

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About Roland Voraberger

Ich habe die Liebe zur Fotografie schon vor vielen Jahren entdeckt. Bevor mich die Hochzeitsfotografie entdeckte, gings nach dem Studium 4 Semester in die Fotoschule Wien und später auch noch in den Fotografenmeistervorbereitungskurs. Seit einigen Jahren fotografiere ich nun mit meiner langjährigen Freundin Dani und lieben meinen Hauptberuf als Fotograf. Neben Fotografie liebe ich auch noch Outdoorsport wie Mountainbiken im Wiener Wald. Mein Lebensmotto: Living in the moment!

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