Der Tag danach

Heute haben wir alle relativ lange geschlafen….erster Termin ist ja erst am NM. Der Soundcheck im Konzertsaal. Am Vormittag drehe ich mit Erwin und Karli noch ein größere Runde. Wir werden natürlich auch oft angesprochen von den Einheimischen. Aber nach fast 2wöchigem Aufenthalt hier in Afrka sehe ich das immer gelassener und hab nicht mehr bei jedem das Bedürfnis ihm etwas abkaufen zu müssen. Karli wird sogar angesprochen ob er nicht seine Spiegelreflexkamera verkaufen möchte. Nach kurzem Überlegen sagte er aber ab…es war sicher besser so, weil wie sollte dieser Kerl seine angebotenen 1000 Euro zusammenbekommen?

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Ein Bier auf nüchternen Magen…

Ein wenig KO kommen wir dann zurück zur “Iris” – unserem Hotel. Wir sehen, dass mit dem Beladen der Instrumente schon begonnen wurde. Also packen wir mit an. Dann gehts los zum Soundcheck. Am Weg zum Saal fällt mir ein, dass ich den ganzen Tag noch gar nichts gegessen habe. Kann sein, dass mir das eingefallen ist, weil Thomas erzählt hat, dass er am NM im “Café Vienne” war und er dort Schinkenfleckerl gegessen hat. Schinkenfleckerl in Afrika? Ich glaub ich träum. Jetzt macht sich doch ein wenig Hunger in der Magengegend breit. Ansonsten braucht man hier unten relativ wenig zu essen…man passt sich irgendwie an. Und es fehlt einem nicht mal wirklich. Trinken ist natürlich schon wichtig. Darum lade ich Chackacha auf ein Bier ein, als wir an unserem Ziel ankommen. Na bumm…das fährt mal gleich ordentlich ein – kein Wunder.

Auf los gehts los

Congarilla und die Diabates beginnen mit dem Aufbau der Instrumente. Der Saal ist riesig und leider ganz “kalt” beleuchtet. Richtig gemütlich finde ich es hier nicht – aber egal. Dann gehts los mit dem Soundcheck. Ich mache einige Bilder von den Musikern und verziehe mich dann zwischendurch öfter mal nach draußen…ist doch relativ laut im Saal. Das war für viele Musiker auch nicht optimal. Die Akustik des Saal bekam nicht die besten Bewertungen von den Kollegen. Aber wir nehmen es so wie es ist. Während einer Spielpause mache ich einige Fotos draußen…von Mamadou, Maria, Meli, Thomas und wer mir sonst noch so vor die Linse läuft ;-).

Es geschehen doch noch Wunder

Um ca. 18:30 ist der Soundcheck zu Ende und alle haben Hunger. Also zögern wir nicht lange und fahren mit dem Bus in Richtung Café Vienne. Die letzten Meter bewältigen wir zu Fuß. Dabei sehen wir eine Pizzeria….in Ouaga!!! Ein Traum wird wahr. Unsere Gruppe teilt sich auf – Café Vienne vs. Pizzeria. Ich schließe mich den Italienern an. Als wir Platz nehmen sehen wir, dass dieses Lokal Mojito auf seiner Karte hat. Der Traum wird immer besser. Als sich dann herausstellt, dass Pizza, Pasta und Mojito sehr lecker sind – fühlen wir uns wie im 7. Essenhimmel…mmmmm.

…und die Menschenmassen blieben aus

Dann gehts auf Richtung Konzert….wir sind schon relativ spät dran…hoffentlich können wir bei den anstehenden Leuten noch vernünftig vorbei….nicht dass die schon im Saal wartenden Zuhörer noch länger auf uns warten müssen. ….soweit zu meinen Sorgen.
Tja als wir dort ankommen….kein Mensch vor dem Saal. Ja klar…müssen alle schon drinnen sitzen – sehr pünktlich diese Afrikaner. Also marschieren wir in den Saal und….hmmmm…auch hier ist eigentlich kein Mensch…naja doch….Mamadous Brüder sind schon geschlossen hier – na wenigstens das. Mamadou kommt uns mit grinsendem Gesicht entgegen. Die Situation ist wirklich irgendwie komisch…das größte Konzert…kein Besucher ;-). Nach kurzer Beratung wird beschlossen, dass man trotzdem spielen wird. Einfach nur für uns selbst…es soll ein musikalischer Abschluss werden.

Ein Konzertsaal…ganz für uns

Was dann passiert ist sehr schwer zu beschreiben. Man merkt – auch als Zuhörer – dass die Stimmung ganz speziell ist. Jeder Musiker ist super drauf und spielt locker und entspannt. Man kann den Groove richtig spüren. Nach einiger Zeit kommt auch der eine oder andere Gast in den Saal. So sind wir dann doch so um die 10 Zuhörer – mit uns. Aber, und das ist das Tolle, es ist allen egal. Es ist ein geiles Konzert mit dem besten Groove bis jetzt. Das ist ein musikalischer Abschied wie man ihn sich vorstellt. Mittlerweile tanzen auch die meisten der Zuhörer schon vor der Bühne. Echt toll hier dabei zu sein. Ich habe das Gefühl, dass die tolle Stimmung der letzten beiden Wochen, die vielen schönen Erlebnisse und das menschliche Zusammensein hier gerade seinen absoluten Höhepunkt erfährt. Dieses Gefühl bestätigt sich, als sich die Musiker nach dem Konzert lachend und sehr zufrieden um den Hals fallen und sich gegenseitig für die tollen 2 Wochen bedanken. Wow!!

Und jetzt wird noch gefeiert

Sowas muss natürlich gefeiert werden und daher laden wir alle Brüder von Mamadou in die Pizzeria ein….damits ein echter Abschied wird. Viele von Ihnen werden schon am nächsten Morgen um 7:00 mit dem öffentlichen Bus die 400 KM zurück nach Bobo auf sich nehmen. Im Lokal wirds dann sehr gemütlich und die schwarzen Kollegen lassen sich ihre Speisen sehr schmecken. Was sie in einer Pizzeria essen? Ja klar: Reis mit Huhn…was sonst. Für einen Bruder ist leider kein Huhn mehr da und so bestellt er sich gezwungenermaßen Pasta. Aber es scheint ihm nicht wirklich zu schmecken.

Die Zeit verfliegt und schon ist es Mitternacht – höchste Zeit auf Flos Geburtstag anzustoßen. Natürlich mit Mojito…wie sichs gehört. Kurz nach Mitternacht verlassen uns dann leider die Diabates….sehen wir sie jetzt das letzte Mal? Dieser Gedanke stimmt mich auf einmal sehr traurig und nachdenklich. Der Abschied wird sehr emotional…es war einfach eine so tolle Zeit mit ihnen. Nach dem Abschied bestellen wir uns noch eine Runde und verlassen das Lokal gegen halb drei. Einige verlassen uns jetzt leider, doch ein harter Kern will noch nicht, dass die Abschiedsfeier schon zu Ende ist…also ab in die nahegelegene Disco. Wow eine echte Laserdisco. Wir bestellen uns Bier und shaken auf der Tanzfläche ordentlich ab. Karli, Meli, Citi und ich…mitten unter lauter schwarzen hübschen Damen. Es stellte sich später heraus, dass es sich um Kolleginnen aus dem “professionellem” Gewerbe handelt…und das fast alle!! Oh wo waren wir denn da? Naja egal, weitergetanzt und gefeiert. So gegen halb fünf gebe ich dann auch auf und steige mit Meli in ein Taxi. Wir fahren zurück zur Iris und hauen uns ziemlich KO (ich für meinen Teil auch leicht beduselt) ins Bett. Patrick? Na der war noch nicht da…eh klar 😉

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About Roland Voraberger

Ich habe die Liebe zur Fotografie schon vor vielen Jahren entdeckt. Bevor mich die Hochzeitsfotografie entdeckte, gings nach dem Studium 4 Semester in die Fotoschule Wien und später auch noch in den Fotografenmeistervorbereitungskurs. Seit einigen Jahren fotografiere ich nun mit meiner langjährigen Freundin Dani und lieben meinen Hauptberuf als Fotograf. Neben Fotografie liebe ich auch noch Outdoorsport wie Mountainbiken im Wiener Wald. Mein Lebensmotto: Living in the moment!