Time to say Goodbye?

Nach unserer SA-Abend-Feier hab ich heut ein wenig länger geschlafen….komisch wenn man munter wird und weiß, dass es für eine Weile der letzte Morgen in Burkina sein wird. Macht einen schon ein wenig traurig….aber es hilft ja nix, also raus aus den Federn.
Stress hat heute keiner mehr. Einer nach dem anderen trudelt beim Frühstück ein – wie immer mit Baguette, Butter, Marmelade und Löskaffee. Sollte man noch an dem angekündigten Kurzausflug mit unserem Bus teilnehmen? Nein ich glaub nicht….bin zu müde.

Afrika   Tag 14 reisen

Beim Frühstück erfahre ich, dass die letzten von uns um 9 Uhr in der Früh heimgekommen sind…tja die Jugend (gell Viktor ;-)). Mit Karli und Erwin hab ich dann beschlossen mich noch auf einen kurzen Fußmarsch zu begeben. Während wir unterwegs sind, fällt uns ein, dass wir uns einer klassischen Sonntags-NM-Beschäftigung widmen könnten. Was das sein soll in Afrika? Na aber hallo….wir gehen auf einen Kaffee und Sachertorte in ein Wiener Kaffeehaus. Ist ja alles kein Problem. Weil wir aber den Weg selber nicht gleich finden, fragen wir einen Herrn, der gerade am Straßenrand im Schatten verweilt. Er will uns den Weg erklären, geht dann aber mit uns mit, als er kapiert, das wir nichts kapieren. Er begleitet uns echt bis zur richtigen Adresse und wir geben ihm natürlich daraufhin etwas Trinkgeld. Ein netter Kerl.

Bonjour im Café Vienne

Im Café Vienne sprechen wir dann eine Weile mit der sehr interessanten Besitzerin…eine Oberösterreicherin. Sie war früher schon lange Entwicklungshelferin und schlug hier ihr Lager auf. Kaffee und Sachertorte haben uns super geschmeckt. Den Rückweg bewältigen wir dann mit dem kapputtesten aller Taxis bis jetzt. Drinnen sitzt ein ca. 60Jähriger. Das ganze Auto wackelt und klappert beim Wegfahren. Schaffen wir den Weg bis zur Iris? Naja der Herr wird schon wissen wie es geht. Am Weg biegt er kurz zu einer Tankstelle. Er tankt um sage und schreibe 800 CFR…das sind ca. 1,30 Euro. Naja reicht auf alle Fälle um uns bis zur Iris zu bringen….und es hat auch funktioniert. Wir steigen aus und winken einem Taxler das letzte Mal hinterher.

Abschied nehmen von treuen Gefährten

Nachdem wir unsere Rucksäcke und Trommeln fertig verladen haben, gehts Richtung Flughafen. Chackacha ist auch noch immer mit von der Partie…was mich sehr freut. Er und unser toller Buschauffeur waren wohl die treuesten Begleiter während der letzten beiden Wochen. Als wir am Flughafen ankommen und unser Zeug vor der Eingangstür platziert haben ists soweit und wir müssen uns von den Beiden verabschieden…fällt gar nicht leicht. Nachdem mich aber Chackacha am 2. Tag gefragt hat – als er mit mir bei einem Fotospaziergang mitging – ob ich ihm ein Handy um 30.000 CFR kaufe, dachte ich, dass er eigentlich ganz schön “frech” agierte. Später hat er mir mal erzählt, dass man das Handy sicher auf umgerechnet 10 Euro runterhandeln hätte können. Handeln ist hier sowieso ein eigenes Kapitel. Man ist ständig im Gewissenskonflikt, ob man sich beim Handeln etwas Gutes oder Schlechtes tut. Damals hab ich ihm das Handy nicht gekauft, aber da ich mir am Vortag noch fleißig Geld gewechelt habe, welches ich in Europa sowieso nicht verwenden kann, gebe ich ihm dann als Dankeschön für seine Hilfe meinen letzten 10.000er. Damit soll er sich sein Handy kaufen. Ich denke im Nachhinein auch, dass es funktioniert hat, da ich schon öfters einen Anruf aus Burkina erhalten habe. Einmal hab ich abgehoben…aber genau nichts verstanden leider. Naja.

Am Flughafen gehts dann doch eher chaotisch zu bei der Gepäcksaufnahme. Am ersten Blick. Unterm Strich glaube ich aber, dass wir weniger lange gebraucht haben als in München zum Einchecken.

Unser Flieger hebt planmäßig ab und wir fliegen diesmal über Niger nach Paris. Das heißt für uns eine Flugzeit von ca. 7,5h. Das hat uns ganz schön geschafft….aber da die meisten vom Vorabend eh noch Aufholbedarf haben, wirds ziemlich ruhig in unserern Reihen. Nach einem Essen und einem Film kann auch ich ganz gut schlafen. Beim Einschlafen lasse ich noch einmal die fantastischen Tage revue passieren.

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About Roland Voraberger

Ich habe die Liebe zur Fotografie schon vor vielen Jahren entdeckt. Bevor mich die Hochzeitsfotografie entdeckte, gings nach dem Studium 4 Semester in die Fotoschule Wien und später auch noch in den Fotografenmeistervorbereitungskurs. Seit einigen Jahren fotografiere ich nun mit meiner langjährigen Freundin Dani und lieben meinen Hauptberuf als Fotograf. Neben Fotografie liebe ich auch noch Outdoorsport wie Mountainbiken im Wiener Wald. Mein Lebensmotto: Living in the moment!