Einen schönen guten Morgen

Ja wieder mal so eine Nacht, in der mich mein Magen aus dem Schlaf reißt…..kurzer Krampf….auf dem Weg noch kurz überlegt obs länger wird….Handy geschnappt und rein ins Geschehen. Nach meiner nächtlichen Sitzung gehts wieder in die Heia…..was ist denn das jetzt? Nein der Muezzin is back. Naja dann warten wir das noch schnell ab um dann fertig zu schlafen.

Afrika   Tag 9 reisen

Besuch der Schulkinder

Aber heute steht ein Schulbesuch – diesmal mit Kindern – und ein Konzertabend in Kolankozo (Grenzstadt zu Mali; 60-70 KM von Bobo) am Programm. Am Vormittag gehts also zur Schule und es sollte ein sehr schönes Erlebnis werden. Als wir den Schulhof betreten höre ich Kinderstimmen in gesangähnlichem Chor aus der Klasse kommen und das zum wiederholten Mal. Als ich selber die Klasse betrete, werde auch ich von allen Kindern mit “Bonjour Monsieur” begrüßt. Unsere Damen natürlich mit “Bonjour Madame”. Und das von über 70 Schulkindern….eine sehr nette Geste.

Die Lehrerin “führt” uns einen Unterricht mit den Kindern vor und einige von uns setzen sich mitten in die Reihen zu den Kindern um der Lehrerin zu lauschen. Alle Kinder haben die gleiche Schuluniform und sehen zuckersüß aus. Nachdem dann Mamadou auch zu den Kindern gesprochen hat, gehts ab in die Mittagspause. Alle wollen aus der Klasse um sich eine Schüssel Reis zu schnappen. Aber wir nutzen die Chance um die Kinder in kleinen Gruppen zu fotografieren. Damit wir nach der Reise Fotomaterial für mögliche Patenschaften haben. Ich habe ja schon mehrmals in meinem Blog erwähnt, dass in Afrika ein Kind für € 7/Monat in die Schule gehen kann und dazu noch was vernünftiges zu essen bekommt – Tag für Tag. Aber nähere Informationen findet ihr unter SABABU. Bitte nutzt die Chance mit einem ganz kleinen Betrag diesen tollen Kindern ein schöneres Leben zu ermöglichen. Nur mit Bildung hat man eine Chance der Armut in diesem Land zu entfliehen.
Beim Essen gehts dann extrem zivilisiert zu, jedes Kind stellt sich rund um die vielen bunten Töpfe für das Essen an. Gegessen wird dann in gewohnter Weise am Boden und mit den Fingern. Man könnte den Kindern stundenlang beim Essen zusehen. Und nachdem alle satt sind machen wir noch ein Gruppenfoto mit den süßen Kleinen.

Auf nach Kolankozo

Am frühen Abend fahren wir dann aber los Richtung Kolankozo, zum zweiten abendlichen Congarilla-Konzert in Afrika. Und es sollte ein sehr besonderes werden. Eines das laut Plan die ganze Nacht durchgehen sollte und wir erst in den frühen Morgenstunden wieder verlassen sollten. Als wir dort ankommen, geht im Hintergrund schon fast die Sonne unter. Für mich und Maria als Fotografen heißt das, ausschwirren und Bilder machen….beim schönsten Licht des Tages.

Auf der anderen Straßenseite können wir dann noch eine Art Schulschluss mit einigen hundert Kindern beobachten. Dabei wird von einem der Schüler die Flagge vom Masten genommen, während die anderen Kinderlein fast militärisch geordnet aufgestellt sind und verschiedene Phrasen von sich geben.
Als die Zeremonie vorbei ist, sind wir – gemeinsam mit Trixi – die große Attraktion…die Kinder stürmen zu uns herüber und wollen fotografiert werden….gar nicht so leicht diesem Trubel wieder zu entkommen. Jedes Kind möchte uns berühren, scheinbar ist es hier so, dass es Glück bringt wenn man uns berührt.

Am weiteren Weg entdecken wir dann noch einige nette Motive. Das Highlight ist aber ein schwarzer Kopf, der hinter einem – auf den ersten Blick – Lehmhügel nach unten huscht. Ich bleibe stehen und warte. Auf einmal kommt der Kopf wieder hervor und schielt grinsend über den Hügel zu mir rüber. Ich bleibe gespannt stehen und bemerke mit der Zeit, dass dieser “Hügel” eine afrikanische Dusche ist und sich da gerade einer wäscht….dann gelingt mir einer der besten Luckyshoots der Reise: ein eingeseifter Schwarzer….zum Totlachen der Kerl.

Konzertabend in Kolankozo

Dann gehts zurück zum Konzertgelände in Kolankozo…wie ich diesen großen Innenhof beschreiben soll, indem das Konzert stattfinden soll, weiß ich noch nicht. Auf alle Fälle befinden wir uns bei diesem Konzert völlig in der Einschicht und scheinbar sind die Leute sehr angetan von der Technik, die für unser Konzert angekarrt wurde. Später stellt sich heraus, dass das Congarillakonzert – gemeinsam mit Mamadous Brüder – ein absolutes Highlight hier am Land ist, da sonst noch nie ein Konzert mit elektronischer Technik hier gespielt wurde.

Menschenmassen vor der Tür

Dementsprechend groß ist der Andrang zum Konzert als es losgeht. Ich hab gottseidank schon einen Sitzplatz, aber draußen vor den Türen spielen sich spannende Szenen ab. So spannend, dass es Mamadou nicht mehr egal ist und die Polizei holt um ein wenig Sicherheit bei den gespannten, angestellten Hörlustigen zu gewährleisten. Als aber dann nichts weitergeht, erkundigt sich Pepi einmal, warum soviele Leute (es müssen hunderte sein) nicht reinkommen. Anscheinend weil sich nicht jeder den Eintritt von 300 CFR (= 50 Cent) leisten kann und so war der schmale Eintritt schnell verstellt. Kurzerhand entschließt sich Congarilla für 200 Besucher den Eintritt zu übernehmen. Diese freuen sich und suchen sich noch einen der wenigen Restplätze. Die 200 Gäste werden aber penibel genau abgezählt.

1000 Zuhörer am Congarilla Konzert

Schlussendlich befinden sich dann aber geschätzte tausend Gäste im Innenhof um dem Konzert zu folgen. Und es wird tatsächlich ein ganz besonderes Konzert. Man spürt richtig wie die Leute mit der Musik mitgehen und sich freuen, dass sie das erleben dürfen – hier draußen. Wenn Mamadou zu den Leuten spricht, hat das fast etwas “Prophetenhaftes”….jeder lauscht seinen Worten und jubelt dann. Als ich kurz mit Maria schwätze werden wir gleich von einem Kollegen hingewiesen, dass wir doch Mamadou zuhören und applaudieren sollen – natürlich machen wir das dann auch. Ich denke für Mamadou war das bis dato der wichtigste Auftritt während unserer Reise.

…wir feiern die ganze Nacht…

Als Congarilla mit dem Konzert fertig ist spielen die anderen Musiker noch weiter ….ganz zur Freude der Zuhörer. Mamadou hat angekündigt, dass solange gespielt wird, solange die Leute wollen. Das ist ganz normal hier in Afrika, dass so ein Konzert auch die ganze Nacht dauern kann. Daher haben wir uns im Vorfeld auch schon mit einem Schlafsack ausgerüstet und uns auf eine Nacht in der Wildnis (oder im Bus ;-)) eingerichtet. Doch zur Freude aller unserer Gruppe können wir dann doch schon kurz nach Mitternacht heimfahren.

Mir wird während der langen Heimfahrt klar, dass ein Ende der Highlights auf dieser Reise nicht abzusehen ist. Jeder neue Tag bringt wieder besondere Erlebnisse, die sich tief in unsere Erinnerungen einbrennen sollten. Dieses Konzert steht mit Sicherheit ganz oben im Ranking.

Danke dafür, Burkina Fasoo

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About Roland Voraberger

Ich habe die Liebe zur Fotografie schon vor vielen Jahren entdeckt. Bevor mich die Hochzeitsfotografie entdeckte, gings nach dem Studium 4 Semester in die Fotoschule Wien und später auch noch in den Fotografenmeistervorbereitungskurs. Seit einigen Jahren fotografiere ich nun mit meiner langjährigen Freundin Dani und lieben meinen Hauptberuf als Fotograf. Neben Fotografie liebe ich auch noch Outdoorsport wie Mountainbiken im Wiener Wald. Mein Lebensmotto: Living in the moment!