Auf zum Herrn Bürgermeister

Nach meiner abenteuerlichen Nacht warf ich mir noch ein paar von Thomas’ Tabletten ein….für die Verdauung. Heute steht ja neben dem Bürgermeisterbesuch auch die mehrstündige Rückfahr nach Ouagadougou am Plan. Da kann ich sowas nicht noch einmal brauchen.

Afrika   Tag 12 reisen

MA2412 in Afrika?

Für unsere Audience beim Bürgermeister mussten wir ein paar Verschiebungen hinnehmen…aber um 12:00 Uhr ist es soweit und wir fahren los Richtung Rathaus. Ich bin sehr gespannt wie Afrikanische Beamte aussehen…ok das war jetzt gemein. Aber vom Ablauf ist es ungefähr gleich wie in Österreich. Wenn man so einen Termin wahrnimmt, muss man eine ordentliche Portion Geduld und Zeit miteinpacken. Nach weiteren 60 Minuten sollte es soweit sein und wir begeben uns in den Sitzungssaal. Dort betritt dann kurze Zeit später der Bürgermeister den Raum. Dieser Mann wird in Burkina lt. Mamadou als der Zweitwichtigste Mann – nach dem Präsidenten – gehandelt. Genauso kommt auch seine Aura rüber…aber er war sehr nett und zuvorkommend. Patrick und ich durften dieses Event sogar bildlich festhalten.

Was machen wir hier eigentlich?

Jetzt werden sich noch einige fragen was wir hier eigentlich genau tun. Dieser Termin wurde an Mamaodu herangetragen und einige Personen ahnten schon was kommen wird: Mamadou bekommt von der Stadt Bobo einen weitern Grund um noch eine Schule zu erbauen. Leider kann ihm die Stadt aber nur den Grund geben und finanziell nicht beim Bau der Schule helfen…dafür ist kein Geld da. Auch an dieser Stelle noch einmal meine Bitte an alle Blogleser: schaut auch die Seite von Mamadous SABABU-Projekt genau an. Wirklich jeder gespendete Euro zählt!!

Der Bürgermeister hat so eine ruhige Stimme, dass man manchmal am liebsten einschlafen würde. Und ich denke, dass es auch Pepi nicht soviel anders gegangen ist. Er hatte die Ehre, neben Mamadou und dem Bürgermeister auf einer langen Tafel zu sitzen. Spätestens als er im abgedunkelten Raum die Sonnenbrille aufsetzt verstärkt sich dieser Verdacht ;-).

Abschlussbesuch der SABABU-Schule

Nach dieser Runde machen wir noch ein paar Gruppenbilder mit dem Bürgermeister und besuchen das neue Grundstück von Mamdou. Jetzt ist es noch Wildnis….bald soll hier eine Schule für viele afrikanische Kinder gebaut werden. Nur so haben sie eine Chance auf eine Zukunft ohne große Armut!!

Wieder zuhause angekommen, packen wir noch die restlichen Dinge in unsere Rucksäcke und jeder schaut noch etwas nahrhaftes zu sich zu nehmen. Die Rückreise im Bus wird wieder ca. 5-6 h dauern. Wie sollte es anders sein…Charly und Karli ergreifen die Initiative und verkochen die restlichen Dinge aus dem Kühlschrank…was dabei rauskommt? Eine gepimpte Eierspeiße. Schön fettig so solls sein.

Auf gehts nach Ouaga

Kurz vor fünf verladen wir dann alle Instrumenten und Taschen bzw. Rucksäcke im und auf unserem Bus. Was ich noch nicht erwähnt hatte, war ein kleiner Unterschied zur Anreise: unser Bus muss noch zusätzlich möglichst viele Brüder vom Mamadou samt ihren Balofons unterbringen. Schließlich findet ja morgen das Abschlusskonzert in Ouaga statt.

Noch schnell 2 Tabletten rein und ab geht die Post in die Bundeshauptstadt. Unser Ziel ist wieder die “Iris”…Hotel Iris. Mittlerweile ist es finster und in manchen Busreihen sitzen 5 Leute. Wir reisen also etwas afrikanischer zurück als wir angereist sind ;-).
Als wir um Mitternacht in unserer Herberge ankommen, holen wir uns unsere Zimmerschlüssel und die meisten hauen sich aufs Ohr. Aber nicht alle in ein gemütliches Bett. Mamadous Brüder werden im Frühstücksraum am Boden schlafen während wir uns ins Doppelbett reinkuscheln. Wenn ich jetzt daran denke find ich das sehr befremdend. Aber Afrikaner sinds gewohnt am Boden zu schlafen…das wissen wir spätestens seit der Silvesterfeier. Gute Nacht.

Afrika   Tag 12 reisen

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About Roland Voraberger

Ich habe die Liebe zur Fotografie schon vor vielen Jahren entdeckt. Bevor mich die Hochzeitsfotografie entdeckte, gings nach dem Studium 4 Semester in die Fotoschule Wien und später auch noch in den Fotografenmeistervorbereitungskurs. Seit einigen Jahren fotografiere ich nun mit meiner langjährigen Freundin Dani und lieben meinen Hauptberuf als Fotograf. Neben Fotografie liebe ich auch noch Outdoorsport wie Mountainbiken im Wiener Wald. Mein Lebensmotto: Living in the moment!